Ich möch=
te mal
versuchen, Euch an unseren schönen Erlebnissen in Shanghai teilhaben zu
lassen. Dawn, Sharron und ich haben die Eröffnungszeremonie ja verpass=
t, aber
zum Beginn der Wettkämpfe waren wir rechtzeitig da.<=
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=
o:p>
Schon allein =
die
Ankunft in Shanghai hat uns umgehauen, alle paar hundert Meter gab es riesi=
ge
Plakate, auf denen unterschiedliche Gesichter von Athleten lachten, und
darüber stand das Motto der Spiele *I know=
I can* Zuerst gab es eine kleine Eröffnungszeremon=
ie
für die Reiter, bei der jedes Land von einem Athleten repräsentie=
rt
wurde, und ratet mal wer Deutschland vertreten hat? Natürlich unsere <=
span
class=3DSpellE>Sinja!! Vor Stolz wussten wir kaum wohin mit uns. Das=
s sich
das noch ins Unermessliche steigen würde, war uns da ja noch nicht kla=
r.
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o:p>
Danach begann
gleich die Klassifizierung. Das heißt, dass die Reiter in Klassen
aufgeteilt wurden, um einen fairen Wettkampf zu gewährleisten, zudem
wurden dabei Punkte verteilt. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was
für ein tolles Gefühl es war, als wir am nächsten Tag sahen,
dass Sinja nicht nur in der höchsten Grupp=
e war,
sondern auch noch die höchste Punktzahl hatte. Somit ist unsere Sinja, ganz offiziell, die beste Reiterin mit einer
geistigen Behinderung auf der ganzen Welt. Wir haben an diesem Tag viele
Tränen geweint!!
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Artikel
vergrößern =
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sp; Quelle: Kieler
Nachrichten
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Sinjas erster Wettk=
ampf
war Prix Caprilli, hierbei handelt es sich um e=
ine
Mischung aus Sprung und Dressur. Sinja hat dies
bisher nur mal als Show gemacht, nie im Wettkampf. Sin=
ja
ritt, als hätte sie ihr Leben lang nichts anderes getan, und obwohl sie
einmal eine Anweisung nicht verstand, ist sie einfach ganz cool eine Runde
geritten, und hat dann die Aufgabe gemacht. Wir hatten schon gar nicht mehr mit
einer Medaille gerechnet, abe=
r sie
ist halt so gut geritten, dass sie trotz des Fehlers genug Punkte hatte um zu gewinnen. Als <=
span
class=3DSpellE>Sinjas Volontär uns sagte, dass sie Gold habe, s=
ind
wir in einen wahren Freudentaumel ausgebrochen. Jeder Athlet hatte seinen
persönlichen Volontär, der ihn überall begleitet hat und die
Verantwortung für ihn hatte. Zudem waren noch in der ganzen Stadt eini=
ge
Tausend Volontäre unterwegs, um den Teilnehmern und Familien der Speci=
al Olympics zu Seite zu stehen, ein Meer von Menschen in=
den
orangen Volontär-T'Shirts waren übera=
ll zu
sehen.
=
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Der 2. Wettka=
mpftag
fiel aufgrund des Taifuns buchstäblich ins Wasser, sodass die letzten =
zwei
Wettkämpfe an einem Tag stattfanden. Sinja=
ritt
Dressur und hat auch hier trotz einer missverstandenen Anweisung Gold gehol=
t,
und bei dem letzten Wettkampf, gab es bei Punktegleichstand mit einem Briten
dann Silber.
=
o:p>
Die Abschluss=
feier
war dann ein würdiges Ende für die tollen Spiele. Eine Gänse=
haut
nach der anderen hatten wir, und es ist wirklich schade, dass ein
Großteil der Athleten, darunter auch Sinja, nie
verstehen werden, dass der Jubel und die Freude von ca. 60.000 Zuschauern i=
hnen
galt. Menschen, die im Alltag oft mit so vielen Schwierigkeiten zu käm=
pfen
haben, die von vielen Umständen in unserer Gesellschaft behindert werd=
en,
waren dort einfach nur sie selbst und sie waren die Helden dieser Spiele.
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Für uns =
als Familie
eines Athleten und auch als Besucher eines wahnsinnig spannenden Landes wer=
den
diese Spiele eine tolle und wertvolle Erinnerung bleiben. Ich danke auch
FASWORLD für die Unterstützung.
Kelly Bieck
Pflegeschwest=
er von
Sinja Gibson
im Oktober 20=
07