mit unserer D ( 18) ist es ja auch ganz ähnlich. Auch wenn es dich
wahrscheinlich nicht wirklich tröstet, es kommt mir alles seeeehr bekannt vor. Wir haben nun Ende letzten Jahres eine
Betreuung angeregt,nachdem wir in einer konkreten Situation wieder einmal
hilflos zusehen mussten , wie selbst unter günstigen Voraussetzungen (
Polizei, Rettungskräfte, Notarzt und mein Mann vor Ort ) sechs erwachsene Menschen 90 Min
auf den Psychiatrischen Notdienst warten mussten , um sie gegen
ihren Willen aus den Händen eines "Verbrechers "zu befreien . Das
alles wäre nicht nötig gewesen , wenn jemand anders
als sie selbst das Aufenthaltsbestimmungsrecht gehabt hätte. Nun
haben wir den Jurististischen Akt ( mit D.s
Einwilligung) durch und vieles ist einfacher , seit D.umfassend unter
Betreuung steht. Es war übrigens kein Problem ,
dass einer von uns Eltern die gesetzliche Betreuung übernimmt- im
Gegenteil. Man war vielmehr bei Gericht seeehr erstaunt,
warum man uns bedeutet hatte(JA),dass dies bei Pflege- und Adoeltern unüblich
und vor allem nicht wünschenswert sei, um die "gesunde Ablösung "
nicht zu behindern. Insgesamt haben wir nach der Volljährigkeit von D. vielmehr
freundliches Entgegenkommen und Hilfe von Behörden erfahren als je
zuvor (durch das JA ). Übrigens wurde D. ohne spezielles FAS-Gutachten im
ersten Anlauf eine Schwerbehinderung von 60 % durch das Versorgungsamt
rückwirkend ( bis zum Beginn unsererer DOku ) zuerkannt. Wir denken, dass 70- 80 % realistisch
sind, warten aber ab, bis wir neue Befunde und Gutachten in der Hand haben und
sind nicht in den Widerspruch gegangen. Zur Zt. läuft auch das Aufnahmeverfahren
in die Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung , wir hoffen , dass
sie schon im Februar dort arbeiten darf, denn wir betreuen sie seit Sommer zu
Hause und das wäre eine deutliche Entlastung für uns, die wir sie nun
ständig "beschäftigen " und betreuen.
Ich bin sehr
interessiert an Euren weiteren Erfahrungen mit Stift Tilbeck
, das könnte ev. später für uns auch einmal in Frage kommen, wobei D.
momentan gerne wieder zu Hause lebt.