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FASD Baby
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(c)Sheridan

Warum gibt es so viele Begriffe?

Seit 2001 wird immer öfter die Bezeichnung FASD anstelle von FAS/FAE benutzt, um eben die häufige Meinung zu umgehen, dass FAE oder ARND [USA] weniger Beeinträchtigungen beim Kind hervor rufen. FASD (Fetal Alkohol Spektrum Disorder) sollte alle Formen des Alkoholschadens beinhalten, um von der Annahme einer "leichteren Form" wegzukommen. Langzeitstudien haben gezeigt, dass genau die Kinder, die eine angeblich "leichtere Form" haben, später gravierendere Probleme haben, als Kinder mit einer vollen FAS-Diagnose. Einfach auch deswegen, weil oft gesagt wird, dass das Kind durch genügend Liebe und Förderung eines Tages alle Defizite aufholen wird, was nicht der Wahrheit entspricht. Kinder, die im Mutterleib Alkohol ausgesetzt werden und einen Alkoholschaden davon tragen, werden zu 90% nicht das aufholen, was ihnen fehlt. Diese Kinder haben bleibende Hirnschäden, die durch noch so viel Liebe und Förderung nicht weg zu bekommen sind. Die Bezeichnung FASD ist aber keine Diagnose und wird auch nicht als eine solche benutzt. Es ist einfach eine neue Bezeichnung, die alle Formen des Alkoholschadens beinhaltet und die hoffentlich irgendwann hier in Deutschland auch anerkannt wird als Überbegriff für die bisher irreführende Bezeichnungen FAS/FAE/Alkoholembryopathie.

 

  • wie viele Frauen leben in der Schwangerschaft abstinent?
  • “Alkohol konsumierende Schwangere in der Schwangerenberatung: Prospektive, anonymisierte Reihenuntersuchung zur Abschätzung der Prävalenz - Siedentopf, Jan-Peter; Nagel, Manuela; Büscher, Ulrich; Dudenhausen, Joachim Wolfram Dtsch Arztebl 2004; 101(39): A-2623 / B-2209 / C-2120
    MEDIZIN

    ...Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtgefahren (DHS) trinken 20 bis 30 Prozent der 18- bis 39-jährigen Frauen mindestens einmal pro Woche Alkohol (Tabelle 2). Im Jahrbuch Sucht 2000 gibt die DHS einen Rückgang des Pro-Kopf-Alkoholkonsums um 1,9 Prozent seit 1998 an. Deutschland ist jedoch immer noch eines der Länder mit dem höchsten Alkoholkonsum pro Einwohner. Ein riskanter Alkoholkonsum besteht bei Frauen bei der täglichen Aufnahme von mehr als 20 g reinen Alkohols . Wenn diese Menge Alkohol täglich über einen längeren Zeitraum konsumiert wird, können Folgekrankheiten und/oder eine Alkoholabhängigkeit auftreten.
    1985 veröffentlichte die DHS, dass „mehr als 80 Prozent der Mütter in der Schwangerschaft mehr oder weniger Alkohol trinken und nur sechs Prozent der Frauen vollständig abstinent leben“. Eine schwedische Studie nutzte einen standardisierten Fragebogen („alcohol use disorders identification test“, AUDIT) und zeigte, dass etwa 30 Prozent der Schwangeren im Schwangerschaftsverlauf regelmäßig und sechs Prozent der Schwangeren mehr als zweimal im Monat Alkohol konsumieren (Tabelle2)”
    lesen Sie den kompletten Artikel Deutsches Ärzteblatt


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